Konzeption

Das Konzept unseres Familienzentrums basiert auf 5 Säulen:

  1. Beratung (grün): Das vorhandene Beratungsangebot ausbauen, um den einzelnen Familien in jeder Lebenslage so gut wie möglich gerecht zu werden.

    Alle wichtigen Informationen rund um diesen Bereich finden die Bürgerinnen und Bürger auf den grünen Flyern. Die von uns angestrebte Bündelung von ehrenamtlicher und professioneller Arbeit konnte umgesetzt werden.
    Neben den festen Zeiten planen wir unterschiedliche Vorträge, z.B. zum Thema "Familienrecht" oder "Wohnen im Alter".
    Daneben bieten wir unsere Räumlichkeiten für Elternabende der Kindertagesstätten und Schulen an. Sie kennen sicherlich die Problematik der "kleinen Stühle" z.B. in den Kindergärten. Auf großen Stühlen Platz nehmen zu können, um einem interessanten Thema zu folgen, erscheint uns auch aus eigener Erfahrung als Eltern angenehmer.
    Die nächste Lehrerkonferenz der Grundschule wird in unseren Räumlichkeiten stattfinden. Es werden sich einige der Berater vorstellen, um den Lehrern einen Überblick über das Beratungsangebot zu geben. Wichtig wäre in diesem Bereich die Sprachförderung und Heilpädagogik zu nennen. Aber auch Themen wie die Einschulung oder der Schulwechsel können den Gesprächsbedarf der Eltern erhöhen. Dann ist es gut zu wissen, wenn einem auch die Lehrer sagen können, an wen man sich wenden kann. Offen ist in diesem Bereich noch das Beratungsangebot für Behinderte. Wir sammeln im Moment Gelder für die Errichtung einer kleinen Rampe, um die 2 Stufen des Eingangs zu überwinden.

    Kooperationspartner:
    • Ev. Erziehungs- und Familienberatungsstelle
    • Kreis Gütersloh und Kirchenkreis Halle
    • Gleichstellungsbeauftragte
    • Ehrenamtliche Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation (z.B.: Heilpädagogen, Diplom- Pädagogen, Lehrer, Säuglingsschwester)

  2. Begleitung (orange): Aktive Hilfen für Familien in Krisensituationen oder bei eintretenden Veränderungen der persönlichen Lebensumstände zur Verfügung stellen oder organisieren.

    Unter unserer Telefonnummer können Wünsche an uns herangetragen werden. Die ev. und die kath. Kirchengemeinde vor Ort haben sich als Mitglieder in unseren Verein eingetragen. Bei entsprechender Anfrage bieten die Pfarrer seelsorgerliche Begleitung an. Die Gleichstellungsbeauftragte ebenso wie ein Kontaktmann bei der Stadt können ihre Unterstützung bei Behördengängen anbieten. Ebenso bestehen Kontakte zum Hospiz- Verein Werther und dem Behindertenbeauftragten der Stadt.

    Kooperationspartner:
    • ev. und kath. Kirchengemeinde
    • Hospiz- Verein Werther
    • Behindertenbeauftragter der Stadt Werther

  3. Bildung (schwarz): Eltern, Erziehende, Senioren, pflegende Angehörige, schwangere Frauen oder Ratsuchende mit Hilfe von Bildungsangeboten in ihrem Erziehungsauftrag und in ihrem Alltag unterstützen.

    Nähere Hinweise zu den aktuellen Veranstaltungen finden Sie im Menüpunkt Bildung.

    Kooperationspartner:
    • Volkshochschule Ravensberg
    • UNI Bielefeld
    • Gleichstellungsbeauftragte
    • Bücherei

  4. Begegnung (gelb): Kontakte knüpfen und ausbauen, Kommunikation ermöglichen und erleichtern, Austausch in zwangloser Atmosphäre; Aufbau von Netzwerken

    Im Januar starteten wir mit einem Neujahrsfrühstück und werden dann in regelmäßigen Abständen Frühstückstreffs anbieten. Dazu werden auch hin und wieder Referenten eingeladen, um ein gewünschtes Thema zu besprechen. Das im Rahmen der Frauentage stattfindende Frauenfrühstück rundet diesen Bereich ab. Ebenso haben die Tagespflegefamilien die Möglichkeit sich bei uns in zwangloser Atmosphäre zu treffen.

    Näheres zu aktuellen Veranstaltungen zum Bereich Begegnung/ Integration erfahren Sie im Menüpunkt Begegnung.

    Kooperationspartner:
    • ehrenamtliche Mitarbeiter
    • Tagespflegevermittlungsstelle
    • Gleichstellungsbeauftragte

  5. Hilfe zur Selbsthilfe (blau): Räume für gemeinsame Gespräche schaffen (z.B.: um Erfahrungen auszutauschen), um dadurch Eigeninitiative und Selbsthilfepotentiale zu stärken. Wir stellen unsere Räume auch Selbsthilfegruppen zur Verfügung.

    Mit Hilfe einer qualifizierten Tagesmutter bieten wir einen offenen Betreuungsdienst an. So können Eltern in Ruhe einkaufen oder einen wichtigen Arzttermin ohne Kinder wahrnehmen. Angedacht ist in diesem Bereich auch ein Elterncafé am Nachmittag. Wir erhoffen uns dadurch auch den Austausch von Angeboten und Hilfen untereinander: "Ich kann gut Kinderhosen nähen. Wer kann dafür meinem Kind die Haare schneiden?"

    Unsere Räume sind offen für Selbsthilfegruppen, die sich nicht in privaten Räumen oder in Kneipen treffen können/ möchten. Im Februar beginnt eine erste Selbsthilfegruppe im Rahmen des sexuellen Missbrauchs an Frauen ebenso wie an Kindern.

    Kooperationspartner:
    • Tagesmütter
    • ehrenamtliche Mitarbeiter mit entsprechender beruflicher Qualifikation
    • Selbsthilfegruppen

Abschließend können wir festhalten, dass unser Familienzentrum den Familien in der Nähe ihres Wohnortes die Möglichkeit bietet, sich unverbindlich zu treffen oder unsere Angebote aufzusuchen und Unterstützung zu erfahren.
Wir sind der Ansicht, dass die Beratung von Eltern, als die primären Ansprechpartner in den ersten Lebensjahren der Kinder, am besten vor Ort erfolgt. Im Familienzentrum bündeln sich die Angebote, d.h. es entsteht ein Netzwerk bestehend

  • aus ehrenamtlichen Mitarbeitern mit unterschiedlichsten Professionen, z.B. Behindertenbeauftragter der Stadt Werther, Theologen, Lehrer, Erzieherinnen aus den Tagesstätten, Heilpädagogen, Diplom- Pädagogen, Motopäde, Arzthelfer, Säuglingsschwester, Krankenschwester und
  • aus Fachleuten, z.B. Ev. Familien- und Erziehungsberatungsstelle, Kinderarzt, Kreis Gütersloh, Tagesmüttervermittlung, Gleichstellungsbeauftragte.

 

    Alle Betroffenen oder Ratsuchende können somit aus einem Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungspotential wählen, das ihren ganz persönlichen Bedürfnissen gerecht wird. Beide Positionen gemeinsam, Ehrenamt und Professionalität, bieten die Chance, Angebote für Familien zu entwickeln, die sie stärken und entlasten. Dabei steht auch der Aspekt der Integration der Migranten im Mittelpunkt, ebenso wie die Einbindung der Senioren, Kinder und Jugendlichen vor Ort.